Schulzeugnis... hurra!

Die letzte Schulwoche ist da, es ist wieder so weit: Zeugnisse! Ist Ihr Kind ein guter Schüler, freut es sich zusammen mit Ihnen über die guten Noten. Kommt es jedoch mit einem schlechten Zeugnis nach Hause, ist die Enttäuschung groß – nicht nur bei den Eltern. Kinder, die in der Schule schlecht abschneiden, verlieren schnell die Lust am Lernen.

 

Schlechtes Zeugnis? Sie müssen zuerst mal die Seele Ihres Kindes stärken:

Jedes Kind trägt von Natur aus Talente in sich. Zum Beispiel Kreativität, Hilfsbereitschaft, Sport, Neugier etc.

Ihre Aufgabe als Eltern ist es, diese Eigenschaften zu hegen und zu pflegen, damit sie sich gut entwickeln können. Im Alltag mit Ihrem Kind bedeutet das:

  • Führen Sie Ihrem Kind immer wieder seine Erfolge und Fähigkeiten vor Augen.
  • Loben Sie bei jedem Zeugnis zunächst das, was gut gelungen ist oder wo es sich verbessert hat.
  • Setzen Sie Ihr Kind nicht unter Druck. Strafen oder Verbote erzeugen Angst und blockieren zusätzlich. Ihr Kind braucht Sie jetzt als Unterstützung, nicht als Gegner.
  • Fragen Sie Ihr Kind, wie es selbst über sein Zeugnis denkt. Wie unzufrieden oder unglücklich ist es selbst darüber? Möchte es von sich aus etwas ändern?
  • Fragen Sie Ihr Kind bei einem schlechten Zeugnis, wo die Ursachen liegen. Wenn Sie in Ruhe und ohne Vorwürfe mit Ihrem Kind reden, werden Sie merken: Meist kann es selbst ziemlich genau sagen, was der Grund für die schlechten Noten ist.
  • Lassen Sie Ihr Kind bei Schwierigkeiten eigene Lösungen finden. Als Eltern sind wir es gewohnt, Probleme zu lösen und Dinge in die Hand zu nehmen. Doch Vorsicht! Lassen Sie Ihr Kind selbst überlegen, wie es mit Schwierigkeiten fertig werden kann. Machen Sie erst eigene Vorschläge, wenn Ihr Kind es allein nicht schafft.
  • Lassen Sie Ihr Kind Fehler machen. Tiefschläge und Enttäuschungen möchten wir unseren Kindern gerne ersparen. Doch auch sie sind wichtig für seine Entwicklung. Nur indem es die Konsequenzen seines Verhaltens selbst trägt, kann es aus seinen Fehlern lernen.
  • BEZIEHEN SIE LOB UND KRITIK IMMER AUF EIN BESTIMMTES VERHALTEN DES KINDES UND NICHT VERALLGEMEINERND AUF DAS KIND SELBST. „Du bist einfach zu faul!“ Mit dieser Art von Kritik schaden Sie Ihrem Kind. Sagen Sie stattdessen: „Es gefällt mir nicht, dass du deine Hausaufgaben nicht sorgfältig machst!“ Fordern Sie Ihr Kind auf, sich zu überlegen, wie es dies ändern kann. Auch richtiges Loben will gelernt sein. Loben Sie vor allem den Einsatz und das Bemühen Ihres Kindes, nicht nur gute Ergebnisse: „Toll, wie du dich hier angestrengt hast!“

Hilfe und Intervention

Ich bin 3fache Mutter und habe mich auch mit diesem Thema beschäftigen müssen, vieles daraus gelernt (emotional und physisch) und viele Wege kennengelernt, um das Kind in dieser Phase zu unterstützen. Ich weiss, dass es für die Eltern fast zur Verzweiflung bringen kann und dass man auch nicht recht weiss wo man Anfangen soll bei der Unterstützung. Als Kinesiologin kann ich heute Eltern, Kinder und Jugendliche mit meinen Erfahrungen und Wissen unterstützen, und das bereitet mir sehr grosse Freude!

Wichtig ist: Um aus dem Teufelskreis Lernstörungen ausbrechen zu können, müssen alle Beteiligten zusammenarbeiten und in dieselbe Richtung steuern. Natürlich ist dieses Vorgehen nicht immer einfach, aber vor allem wenn frühzeitig gehandelt wird, ist es die wirksamste Methode den Teufelskreis zu durchbrechen. Das Eingreifen sollte dabei auf mehreren Stellen gleichzeitig erfolgen:

  • Zum einen ist es sehr wichtig, das Selbstvertrauen der betroffenen Person durch gezielte Maßnahmen zu fördern. Dazu kann es sinnvoll sein, den Aufbau eines Freundeskreises durch die Eltern zu unterstützen, die persönlichen Stärken des Kindes zu fördern und Aufgaben in kleinere Abschnitte zu unterteilen, sodass es öfter Erfolgserlebnisse gibt.
  • Auch die Eltern sind gezielt gefordert, wenn es darum geht, dem eigenen Kind einen Ausweg aus dem Teufelskreis Lernstörungen zu bieten. Wichtig ist es, die Erwartungshaltung an die Fähigkeiten des Kindes anzupassen. Dazu kann es sinnvoll sein, eine Schullaufbahnberatung in Anspruch zu nehmen. Des weiteren ist es sehr wichtig, das Kind bei den Hausaufgaben und beim Lernen zu unterstützen, und bei Bedarf Nachhilfeunterricht zu veranlassen. Gleichzeitig sollte dem Kind deutlich gemacht werden, dass der Schulalltag und die damit einhergehenden Probleme von Interesse sind. Zuhören und beraten sind hier zwei nicht zu unterschätzende Aspekte.
  • Aber auch die Lehrer sind gefordert. Um Lernstörungen effektiv und langfristig zu überwinden, ist es notwendig, das Vorgehen mit den Lehrern des Kindes abzusprechen. Vereinbaren Sie ein Elterngespräch. Die Lehrer haben die Möglichkeit, gezielt auf ihre Schüler einzugehen. Sie können Erfolge besonders herausstellen und spezielle Motivationen bzw. Interessen unterstützen.
  • In einigen Fällen kann es darüber hinaus sinnvoll sein, die Hilfe eines Psychiaters in Anspruch zu nehmen.

Wirken alle diese Maßnahmen zusammen, kann wieder ein positives Lernklima erschaffen werden, in dem sich das Kind wohlfühlt und zu Leistungen bereit ist.

 

Herzlichst Ihre Isabella Coduti

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