Appetitlosigkeit bei Kindern

Appetitlosigkeit ist eher selten ein Problem des Kindes; meist ist es ein Problem der Eltern. Gesund erscheinende, leistungsfähige Kinder haben stets so viel Appetit, dass ihr Energiehaushalt im grünen Bereich bleibt – es ist eine medizinische Tatsache, dass noch kein gesundes Kleinkind mit freiem Zugang zu Nahrung verhungert ist. 

Das »Problem Appetitlosigkeit« rührt zum einen von falschen Erwartungen der Eltern, die sich im ersten Lebensjahr an einen stets hungrigen Säugling gewöhnt haben und dann angesichts des vergleichsweise langsamer wachsenden (und deshalb auch weniger hungrigen) Kleinkinds verzweifeln. Zum anderen hat die von den Eltern bemerkte Appetitlosigkeit bei den Mahlzeiten häufig nichts mit einer generellen Appetitlosigkeit zu tun. Denn Klein- und Schulkinder nehmen oft eine erhebliche Menge an Kalorien in Form von Getränken und Snacks »zwischendurch« zu sich und sind dann verständlicherweise bei den Hauptmahlzeiten nicht hungrig. 

Appetitlosigkeit mit begleitenden Krankheitszeichen oder mit daraus resultierendem Gewichtsverlust sowie mangelnder Appetit beim Säugling sind dagegen immer Zeichen einer zugrunde liegenden Krankheit und sollten daher vom Arzt abgeklärt werden.

 

Was können Eltern tun?

Generell darf man ein Kind nie zum Essen zwingen. Vor allem wenn es krank ist, ist die Nahrungsaufnahme für den Körper sehr belastend. Wichtig ist jedoch, dass das Kind viel trinkt, also ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt, da sonst die Gefahr der Austrocknung besteht. Babys, die noch gestillt werden, sollten öfters an die Brust gelegt werden. Ist die Krankheit überstanden, nimmt der Appetit in der Regel automatisch wieder zu.

 

Hier noch ein paar Tipps: 

  • nur kleine Portionen auf den Teller tun, da häufig allein der Anblick randvoller Teller das Kind überfordert. Lieber noch einen Nachschlag holen!
  • das Kind zwischen den Mahlzeiten nicht naschen lassen
  • das Kind sich nicht an großen Mengen Milch, Kakao, Saft oder Limonaden satt trinken lassen. Als Getränk eignet sich Tee oder Wasser.
  • mit dem Kind viel an die frische Luft gehen und es sich draußen ausreichend bewegen lassen – das macht automatisch hungrig!

Ist der mangelnde Appetit psychisch bedingt, sollten Eltern den Ursachen auf den Grund gehen. Vielleicht hat das Kind Probleme in der Schule, mit Klassenkameraden oder anderen Kummer? Am besten ist es, wenn man einfach mit dem Kind redet und es fragt, warum es Kummer hat. Ein Gespräch hilft da oftmals weiter. Manchen Kinder fehlt es auch einfach an Zuneigung, Aufmerksamkeit und Geborgenheit! In schweren Fällen ist es sicherlich ratsam, einen pädagogischen oder psychotherapeutischen Rat einzuholen!

 

ÜBRIGENS: Eltern sind Vorbilder für Kinder und es macht Sinn die Situation zu spiegeln! 

Für Fragen stehe ich gerne zur Verfügung!

 

Bleib gesund und im Gleichgewicht! 

Bis bald Isabella Coduti

Kommentar schreiben

Kommentare: 0